Miriam

Wie ich zur Pari gekommen bin? Als Kundin, die früher selbst Hilfe bei der Wundversorgung brauchte. Damals kamen Elke, Sabine oder Gabi zu mir, immer dann, wenn ich es brauchte, weil nicht alles bei einer Krankheit immer planbar ist. Ja und irgendwie hat mich das Thema so begeistert, dass ich heute hier meine Ausbildung mache und das genau mein Ding ist.

Ich will ehrlich sein: zwischendrin hatte ich auch schon mal andere Gedanken. Nachdem ich ein paar Jahre als 1-jährige bei der PariSozial gearbeitet hatte, kam auch bei mir der Gedanke auf: „Gibt es da nicht noch was Anderes? Immer diese Wochenenddienste. Das Leben zieht an mir vorbei.“ Was habe ich gemacht? Ich bin ins Büro gegangen und hatte wochentags Arbeitszeiten von 8-17 Uhr. Dafür natürlich das Wochenende frei. Aber ganz ehrlich, da verlegt sich dann ja alles aufs Wochenende, weil du unter der Woche nichts mehr schaffst.

Und mir fehlte auch das Menschliche – du redest ja immer nur am Telefon, nie persönlich. Also bin ich dann nach drei Jahren wieder zurück und habe den Schritt nie bereut.

In der ambulanten Pflege kann ich schon sehr selbständig arbeiten, das liegt mir einfach. Und, wenn ich bei einem Kunden bin, dann bin ich da voll und ganz und muss nicht schon wieder auf die nächste Klingel rennen. Zuhause, dass ist der Ort, wo auch die kranken Menschen meist am glücklichsten sind, und diese Freude zu sehen, macht dann auch mich echt glücklich. Ich finde, wir haben den schönsten Platz in der Pflege.